Die Direktion Bildung und Sport lädt zur Präsidentinnen- und Präsidentenkonferenz ein und knapp drei Dutzend Vertreter von Sportvereinen folgen der Einladung. Die Sportstadt Olten wird fleissig gefördert. Für 5.5 Mio. CHF werden die Sportstätten im Kleinholz saniert und es wird überlegt, ob ein neuer Masterplan Sport erstellt werden muss.

Uns gefällt die Initiative der Stadt: Zusammenarbeit und Austausch pflegen mit Vereinen, welche unsere Stadt prägen und Mitgliedern Gehör schenken, welche viel Energie und Zeit investieren.

Aber Olten ist auch eine Kulturstadt. Allein bei Pro Kultur Olten sind über 30 juristische Personen Mitglied, bei den 23 Sternschnuppen beteiligen sich 22 Kulturveranstalter. Zählt man dann noch die städtischen Museen, die Stadttheater AG und diverse Kulturlokale wie z.B. die Vario Bar, das Coq d’Or oder Galicia dazu, kommt man auf eine stattliche Anzahl potentieller Teilnehmer an einer städtischen Kulturkonferenz.

Bloss schade, dass es sowas nicht gibt.

Zu Zeiten der Kulturförderungskommission wurde noch ein Kulturveranstalter-Apéro organisiert. Zwar ohne Investitionsplan und Mehrjahres-Strategie für die Oltner Kultur, aber immerhin ein Treffen.

Innerhalb der Bereiche Kultur und Sport hütet sich die Stadtregierung davor einzelne Organisationen, Sportarten und Vereine gegeneinander auszuspielen. Geht es aber darum, Kultur auf dem gleichen Niveau wie Sport zu fördern, sieht man von einer Gleichbehandlung ab.

Wir wünschen uns von der Stadtregierung eine genauso engagierte, wertschätzende, zielstrebige, kommunikative, transparente und vorausschauende Vorgehensweise im Bereich Kultur, wie wir das im Bereich Sport erleben. Laut dem aktuellen Regierungsprogramm ist Olten 2021 u.a. Kulturstandort der Region. Wer sich Kulturstadt nennt, soll diese auch entsprechend fördern.