Wir begannen unsere Parlamentsarbeit mit der zugegeben etwas naiven Vorstellung, in Olten (jetzt!) umgehend kleine aber wirkungsvolle Verbesserungen realisieren zu können.

Drei Dinge haben wir dabei schnell gelernt: 1. dass in der Politik alles etwas länger dauert, 2. dass auch Kommunalpolitik nicht ideologiefrei ist und 3. dass vor der Parlamentssitzung meist mehr passiert als während ihr. Besteht im Vorfeld durchaus die Möglichkeit, auch Gemeinderäte mit anderen politischen Ansichten zu überzeugen, gelingt dies während der eigentlichen Parlamentsdebatte fast nie. Manchmal erinnern die Sitzungen mit all den abgelesenen Texten an ein für die Öffentlichkeit aufgeführtes Theater.

Umso erfreulicher sind die Momente, in denen kluge Voten die Fraktionen aufbrechen und sauber vorbereitete, überparteiliche Vorstösse eine breite Mehrheit finden. Wir sind überzeugt, dass solche Momente nicht die Ausnahme bleiben müssen. Denn was wir auch gelernt haben: Im Parlament sitzen 40 engagierte Menschen, die alle ein Ziel haben: Olten noch besser zu machen. Wie dieses “besser” genau ausschaut, darüber werden wir auch in den nächsten zwei Jahren mit Lust und Verve debattieren.

Photo by Ian Schneider